laufend
Ziel des Projekts ist die Untersuchung, wie Immundefekte im Zusammenhang mit dem Post-COVID-Syndrom das Risiko postoperativer Infektionen beeinflussen. Frühere Studien sowie eigene Vorarbeiten fanden bereits Hinweise auf eine gestörte Infektabwehr bei Post-COVID. Das aktuelle Vorhaben knüpft daran an und soll klären, welche Bedeutung diese Veränderungen für die chirurgische Versorgung haben. Dazu werden Infektionsmodelle mit isolierten Immunzellen und lebenden Mikroorganismen auf gängigen Implantatmaterialien eingesetzt. Untersucht werden Aktivierung und Funktion von für Infektabwehr und Wundheilung wichtigen Blutzelltypen, wie peripheren mononukleären Zellen, Granulozyten und Thrombozyten. Ergänzend zu laufenden Analysen der humoralen Immunantwort durch Blutseren sollen die gewonnenen Erkenntnisse zu einem besseren Verständnis der Post-COVID-Pathophysiologie und resultierender Folgen für die medizinische Versorgung Betroffener beitragen.
Es werden Infektionsmodelle mit aus dem Blut von Post-COVID-Probanden und gesunden Referenzprobanden isolierten Blutzellen (PBMCs, PMNs, Thrombozyten) und lebenden Mikroorganismen (E.coli, S.aureus, C.albicans) auf gängigen Implantatmaterialien eingesetzt. Untersucht werden speziell Aktivierung und Funktionalität dieser für Infektabwehr und Wundheilung wichtigen Blutzelltypen auf Pathogen-infizierten Oberflächen anhand von Zytokin-Freisetzung (ELISA), Expression bestimmter Oberflächen-Aktivitätsmarker (FACS, CLSM) sowie ROS-Bildungs- und Phagozytose-Assays.
Gesundheitswesen
Gefährdungsart(en):Gefährdungsübergreifende Fragestellungen
Schlagworte:Gesundheitliche Beeinträchtigungen und Störungen, Berufskrankheit, Risikoabschätzung
Weitere Schlagworte zum Projekt:Immundefekte, Post-COVID, Infektabwehr